USA Exkursion (Teil 2)

Hallo ihr Lieben, heute gibt es Teil 2 meiner Erzählung von unserer Exkursion. (Teil 1 gibt es hier.) Ich hoffe euch gefallen die Bilder und ihr lasst euch etwas inspirieren, die USA vielleicht auch mal zu bereisen. Ich wünsche euch viel Spaß beim lesen und hoffe, dass euch der Beitrag gefällt und ihr bis zum Ende durchhaltet.

Für größere Bilder, wieder auf die Kreise klicken 🙂

Nachdem wir nun nach unserer Schlammschlacht eine etwas kürzere Nacht hatten, ging es am 20.08.2016 in den Bryce Canyon Nationalpark. Dort gab es zuallererst wieder ein bisschen Unterricht. Danach hielten wir mit dem Auto an verschiedenen Stationen und konnten Fotos machen („Japanisches Hopping“ nannte es unsere Dozentin 😀 ). Nachdem wir die Stationen abgefahren hatten, wartete natürlich wieder eine kleinere Wanderung auf uns. Wir liefen ein paar Serpentinen, erst hinunter und dann wieder hinauf. Es war recht warm an diesem Tag und deshalb war es etwas müseliger, aber trotzdem ein schöner Weg.

 

Nachdem wir die Station Bryce Canyon abgefertigt hatten, ging es Richtung Zion Nationalpark. Am späten Nachmittag fuhren wir einmal durch den Nationalpark, sowie einen Bergtunnel. Unser Campingplatz für diese Nacht lag jedoch außerhalb des Nationalparks, am Rande, an einem kleinen Wildwasserfluss. Einige von uns stürzten sich auch gleich in den kleinen Fluss und kühlten sich ab. Der Campingplatz war leider wieder recht steinig, aber diesmal gab es wenigstens keine Hanglage, sodass man nachts nicht irgendwo hinrutscht. 😀 Am 21.08.2016 fuhren wir dann wieder in den Zion Nationalpark und machten einen kleinen Spaziergang zu einem Aussichtspunkt und hatten etwas Unterricht. Danach machten wir uns auf den Weg zum Grand Canyon. Auf dem Weg dorthin hielten wir an der Navajo Bridge, hatten einen schöne Sicht auf den Colorado, und am Little Canyon machten wir auch noch einen Halt. Am Grand Canyon war unser erster Stopp der Desert View. Das Wetter wurde dort jedoch kurzzeitig etwas schlechter und es begann leicht zu regnen,  deswegen war die Sicht leider nicht so schön. Nach einem kurzen Blick in den Canyon ging es Richtung Campingplatz, die Zelte wurden aufgebaut und Abendessen wurde gekocht, sowie  Vorbereitungen für den nächsten Tag getroffen. Denn am 22.08.2016 sollte es in den Canyon und wieder zurück gehen. Ich war zwar schonmal am Grand Canyon, da bin ich aber nur an der Rim-Kante langgelaufen, demnach war ich sehr gespannt auf den morgigen Tag.

 

Am 22.08.2016 ging es schon früh aus den Federn, äh Schlafsäcken, denn heute stand die größte Wanderung der Exkursion auf der Tagesordnung. Zur Auswahl standen 2 Routen: Route Nummer 1 war etwas kürzer: Rim – Indian Garden – Tonto Platte – Indian Garden – Rim (ca. 20km). Route Nummer 2 ging über ca. 30 km: Rim – Indian Garden – Colorado River – Indian Garden – Rim. Waghalsig wie ich war, habe ich mich natürlich für die längere Route entschieden, ich wollte schließlich mal meine Hand in den Colorado River halten. Das Schlimme an dieser Tour war, es ging ERST hinab, das geht ja noch, aber man muss ja wieder hoch. Außerdem wird es im Canyon über Mittag recht warm, was natürlich den Aufstieg erschwert.

Um 6.15 Uhr (noch im dunkeln) ging es mit gepackte Rucksack (viieel trinken) und geschnürrten Schuhen  vom South Rim aus los, hinab zum ersten Zwischenstop: Indian Garden. Am Indian Garden gab es eine erste Pause und es wurde entschieden, wer mit zum Colorado River kommt (das hieß weiterer Abstieg) oder zur Tonto Platte geht (recht eben weiter vom Indian Garden aus). Wie schon gesagt, entschied ich mich dazu mit zum Colorado River zu gehen. Unsere Dozenten haben sich aufgeteilt, einer ging mit uns zum Colorado, die Andere ging mit den Anderen zur Tonto Platte.
Nach einem kurzen ebenen Stück hatte man einen Blick in ein Tal (Bild), dort sagte unser Dozent: „Wenn ihr da unten seid, habt ihr die Hälfte des Wegen nach unten geschafft. Wer möchte umkehren?“. Zwei entschieden sich dann noch dazu umzukehren und begannen dann den Aufstieg. Für uns 11 + Dozent ging es dann weiter hinab. Ich kann stolz verkünden, dass ich die Erste war, die die Hand im Colorado hatte :D. Unten angekommen gab es wieder eine Pause, aber nicht zu lange, denn je länger wir warteten, desto wärmer würde es werden.Um kurz nach 10.00 Uhr begannen wir dann den Aufstieg. Der Weg bis zum Indian Garden war zeitweise sehr erschwerlich, da die Sonne extrem ballerte. Um 12.15 erreichten wir dann wieder den Indian Garden (2/3 des gesamten Weges lag hinter uns; mit Abstieg) und wir machten dort wieder eine längere Pause von 30 Minuten. Alle tranken viel, füllten ihre Flaschen wieder auf und aßen etwas zur Stärkung. Gegen 12.45 Uhr starteten wir dann in den schlimmsten Teil der ganzen Wanderung.
Die Leute die mit zur Tonto Platte waren, hatten ihren Aufstieg natürlich schon längst begonnen und waren schon etwas weiter, da es zur Tonto Platte ja nicht so weit gewesen war, wie bis zum Fluss.

Vom Indian Garden bis zum South Rim gibt es 3 Wasserstellen. Auf dem Abstieg haben wir an keiner einzigen Halt gemacht, auf dem Rückweg auf jeder. 😀 Auf dem Weg hat sich das Feld ziemlich auseinander gezogen und jeder ging sein Tempo und machte Pausen, wenn er sie brauchte. Glücklicherweise hat es sich während des Aufstiegs etwas zugezogen und es gab sogar 2-3 Tröpfchen, das war aber total angenehm. Vor dem letzen Abschnitt machte ich mit 2 Kommilitonen nochmal eine kurze Pause: wir waren alle schon sehr k.o. und es sah noch ziemlich weit aus, jedoch ging das letzte Stück doch schneller als erwartet, und sobald ich das Besucherhäuschen an der Rim-Kante erblickte gingen die letzten Meter FAST wie von selbst. Gegen 14.15 Uhr erreichte ich die obere Kante des South Rims und war überrascht über den Weg der letzten Meter, da ich morgens im Dunkeln nichts erkannt hatte bzw. mich nicht daran erinnern konnte. 😀 Oben wartete unsere Dozentin, die mit den Anderen bei der Tonto Platte war auf uns. Wir warteten bis fast alle oben waren, sodass wir ein Auto voll bekamen, und fuhren zurück zum Campingplatz.
Jetzt stand nur noch duschen und Wäsche waschen auf dem Plan und natürlich ausruhen. 😀

Ich bin sehr froh, dass ich das mal gemacht habe und sehr stolz das ich oben wieder angekommen bin :D, da es eigentlich nicht vorgesehen ist, an einem Tag runter UND wieder hoch zu laufen.

 

Der 23. August 2016 startete wie üblich um 6:00 Uhr morgens mit Zeltabbauen und Frühstück. Danach gab es wieder ein wenig Unterricht und der gestriege Tag wurde zusammengefasst. Dann machten wir uns auf zu unserem heutigen Tagesziel: Las Vegas. Auf dem Weg dorthin gab es jedoch noch einen Zwischenstop, den Hoover Damm. Auf dem Staudamm gab es erneut eine Lerneinheit zum Hoover Damm selbst und ein paar Fakten zu Las Vegas. In Las Vegas angekommen ging es erstmal in den Hotel-Pool und dann Richtung Strip, denn wir hatten den Rest des Tages Freizeit. Ich ging mit meiner Gruppe Burger essen und wir guckten uns ein paar Sachen an. Als wir zurück im Hotel waren, erwarteten mich ein haufen Luftballons in meinem Zimmer, denn ich hatte am 24.08. Geburtstag und ein paar meiner Freundinnen haben mich überrascht. 🙂

 

Ich muss sagen, dieses Jahr hatte ich definitiv den heißesten Geburtstag, den ich wahrscheinlich je haben werde, denn das Tagesziel hieß Death Valley. Eigentlich wollte ich aufgrund der hohen Temperaturen dort, nicht nochmal dahin, aber nunja. 😀
Alle hatten die Nacht in Vegas gut überstanden und wir machten uns morgens auf den Weg zum Death Valley Nationalpark. Dort hieß unser erstes Ziel Dantes View (1696 m ü. NN), von dort aus hatte man eine tolle Aussicht auf das Tal. Danach fuhren wir mit den Autos hinunter ins Tal, zum Bad Water Basin, welches 86m unter dem Meeresspiegel liegt und damit der tiefste Punkt der USA ist. Nachdem wir alle mal vom Salzboden gekostet hatten und uns bei ca. 48°C „gesonnt“ haben, ging es weiter zu den Mesquite Flat Sand Dünen. Zwischendurch gab es natürlich immer mal wieder etwas Unterricht. Unser letztes Ziel des Tages war der Panamint Spring Campground, wo viele die Nacht ohne Zelt und unter freiem Himmel verbracht haben, da es so warm war.

 

Am 25.08.2016 war Tag der Seen und das Tagesziel war der Yosemite Nationalpark. Der erste See auf der Liste war der Owens Lake. Dann ging es zum Horseshoe Lake, dort war Baumsterben unser Thema, da es dort mal ein höheres Aufkommen von toxischen Gasen gab. Außerdem bestiegen wir einen Vulkankrater (Panum Krater) und besuchten einen weiteren Salzsee, den Mono Lake. Unser Campingplatz für diese Nacht hieß Tuolumne Meadows Campground, dort gab es auch wieder Bärenboxen, denn wir befanden uns wieder in Bärengebiet.

 

Am 26.08.2016 wechselten wir innerhalb des Yosemite Nationalparks nochmal den Campingplatz, diesmal blieben wir aber für 2 Nächte, die mit kältesten Nächte werden sollten, die wir bisher hatten. Bevor wir jedoch den neuen Campingplatz erreichten, stand eine weitere Wanderung auf dem Programm und wir bestiegen den Lembert Dome, leider sind nicht alle oben angekommen. Die Aussicht war dort oben super schön und der Weg dorthin war auch den Weg wert. Erst ging es durch Wald und später musste man größere Granitfelsen beklettern um hoch zu kommen.

Leider ging auf dem Weg nach oben mein Kameraakku vollends leer und ich konnte vorerst nur noch Handy-Fotos machen, da eine Steckdose erst zwei Tage später wieder auffindbar war.

Nach der kleinen Wanderung fuhren wir noch an einen total schönen Bergsee. Das Wasser dort war so schön klar und die Aussicht war einfach toll. Einige gingen sogar baden, aber mir was es etwas zu kalt in diesem See, sodass ich nur mit den Füßen im Wasser war. Am Nachmittag schauten wir uns dann noch Sequoisas (Mammut Bäume) an.

 

Der 27. August hielt wieder eine größere Wanderung für uns bereit. Diesmal hieß das Ziel Glacier Point, von dort aus hatte man eine tolle Aussicht auf den Half Dome. Wir begannen unseren Aufstieg um 9:00 Uhr, es war noch recht kühl und das Feld zog sich wieder schnell auseinander. Gegen 11:00 Uhr kam ich oben an, mittlerweile schien die Sonne wieder recht stark und es war warm. Wir warteten bis alle oben waren und machten dann noch Unterricht und Fotos. Circa 13:00 Uhr startete ich den Abstieg, zwischendurch hatte man eine echt tolle Aussicht. Der Abstieg war etwas abenteuerlicher, da irgendjemand dort zwischendurch Beton auf den Weg gezogen hat, und die Sedimente die dadrauf waren, machten die Sache ziemlich rutschig. Außerdem war es auch recht steil, sodass es ganz schön auf die Knie ging. Ich erreichte das Ziel gegen 14:20 Uhr und wir warteten bis alle wieder unten waren. Einer hat unterwegs sogar eine recht große Klapperschlange getroffen.

 

Am 28.08.2016 stand die letzte Zeltnacht auf dem Plan, außerdem wurden die Autos geputzt und wir haben etwas über die San Andreas Spalte dazu gelernt und einen geteilten Zaun besucht. Auf dem letzten Campingplatz konnte ich dann auch meine Kamera endlich wieder laden. Außerdem haben wir dort alle gegrillt und hatten nachts Besuch von Waschbären.

Am nächsten Tag ging es auch schon auf den Weg zu unserem letzten Ziel: San Francisco. Doch bevor wir in San Francisco waren, hielten wir noch an einem Strand des Pazifiks und einige gingen dort noch baden. Wie ihr euch denken könnt, war es mir wieder etwas zu kalt. 😀 In San Francisco war unser erster Stopp die Golden Gate Bridge. Dann gaben wir die Mietautos zurück und checkten ins Hostel ein. Danach hatten wir den Nachmittag und den Vormittag des 30.08. Freizeit und erkundeten die Stadt, bis wir mit dem Shuttle abgeholt wurden und zum Flughafen gebracht wurden. Um 16:00 Uhr sollte unser Flieger gehen, jedoch starteten wir erst um 16:45 Uhr, machten Zwischenstop in Paris und landeten am 31.08.2016 nach zwei sehr anstrengenden Flügen in Berlin Tegel. Von dort aus ging es für jeden nach Hause und drei tolle Wochen waren zu Ende. 😦

 

Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich sehr glücklich darüber bin, das ich so viele schöne Dinge sehen und tolle Sachen erleben durfte. Es waren 3 unheimlich schöne Wochen mit Höhen und Tiefen und ich habe viel dazugelernt, fachlich und menschlich. Ich bin sehr froh diese Möglichkeit gehabt zu haben und kann euch jeden unserer Haltepunkte nur empfehlen.

linda kocht.jpg

Ich freue mich, wenn ihr bis zum Ende dieses Beitrages gelesen habt und hoffe, dass ich euch ein paar gute Eindrücke geben konnte und es euch gefallen hat. Wenn ihr Fragen habt, stellt sie gerne.

Bis dahin.
Alles Liebe;
Linda. 🙂

 

 

 

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2 Gedanken zu “USA Exkursion (Teil 2)

  1. Liebe Linda,
    das war mit Sicherheit eine Reise, die mit ihren drei Wochen viel zu schnell vergangen ist, aber in Erinnerung bleiben wird. Von so viel Natur umgeben zu sein, erdet einen und ist meiner Meinung nach total wichtig. Danke für die schönen Fotos! Und alles Liebe nachträglich zu deinem Geburtstag! 🙂
    Liebe Grüße
    Alex

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